Lairdship

Lairdship

High4Man erzählt sich eine Geschichte von einem Jäger, der eine wunderschöne Frau am Strand traf. Er verliebte sich in sie und bald darauf heirateten die beiden. Doch die junge Frau wurde von der Sehnsucht nach dem Meer gepackt und sie holte sich am Strand ihr Fell wieder, legte es sich an und verwandelte sich in eine Robbe. Doch später erschoss der Jäger, ihr eigener Mann, diese Robbe, weil er nicht ahnte, wer sie wirklich war. Damit hatte er unwissentlich seine so geliebte Frau getötet …
… Schottland ist die Heimat mystischer Märchen und magischer Orte. Nebel wabert über unberührte Landschaften, Sturm peitscht gegen raue Felsküsten, das Land atmet förmlich jene wunderbaren Geschichten, die uns in unzähligen Büchern und Filmen begeistern.
Feen, Elfen, Zwerge …
… wem fallen da nicht Kinoabende füllende Epen ein.
Aber Schottland ist natürlich mehr als nur Mythen und Legenden, es ist auch die Geschichte eines Volkes, das sich gegen einen übermächtigen Feind auflehnte und nie seine eigene Identität verloren hat. Nach dem zweiten Jakobineraufstand verbot die englische Krone die schottische Sprache, den Kilt und das Musizieren auf dem Dudelsack, die Clans wurden enteignet und die Bevölkerung verarmte. Tausende Schotten suchten in den nächsten Jahrhunderten ihr Glück in der neuen Welt und was wäre Amerika heute ohne die Auswanderer von damals?
Grübel …
… hab ich nicht erst neulich einen Hamburger bei einem Mc sowieso gegessen?
Und wieder sind wir bei Geschichten und persönlichen Schicksalen, dem Stoff, aus dem die Träume eines Autors sind.
Das Land atmet Fantasie …
… und das nicht nur auf Islay, der Insel der Whiskybrenner. Wobei der eine oder andere geistreiche Schluck beim kreativen Schaffensprozess nicht schaden kann.
Ich könnte noch stundenlang weitererzählen, von Steinkreisen und verfallenen Burgen und Klöstern, von schroffen Felsküsten und grundlosen Seen, wenn sie mal die Gelegenheit zu einem Urlaub in den Highlands haben, sollten sie es sich nicht entgehen lassen, aber passen sie auf, dass sie nicht über eine Elfe stolpern, es können rachsüchtige Biester sein.
Certificate1aIch glaube, sie haben meine Begeisterung für Schottland bemerkt, was liegt also näher als einen Künstlernamen zu wählen, der das ausdrückt …
Laird Oliver.
Ich könnte ihnen jetzt einen Ausflug in die englische Heraldik angedeihen lassen aber erstens ist das ziemlich ermüdend und zweitens für ein Pseudonym nicht wirklich erforderlich.
Ebenso wenig wie der Square Foot schottischen Grund und Boden in den Highlands, den ich zusammen mit einer Urkunde auf der Laird Oliver steht, für 175 Jahre gepachtet habe. Aber dafür wird auf den dreißig Quadratzentimetern jetzt ein Baum gepflanzt und irgendwie ist es ein schönes Gefühl mit dem Land, das mich so begeistert verwurzelt zu sein.
Im wahrsten Sinne des Wortes.